Lebensversicherung verkaufen

Herzlich willkommen bei versicherung-rueckkauf.de – Ihre Anlaufstelle zum Thema „Versicherung verkaufen“! Wir informieren neutral und kritisch über die Möglichkeiten Lebensversicherungen zu verkaufen und worauf man dabei achten sollte.

Soll und kann ich meine Versicherung verkaufen?

Seine Altersvorsorge zu verkaufen hat einen schalen Beigeschmack. Dazu kommt die Unsicherheit ob das eine sinnvolle Maßnahme ist. Dabei ist das absolut Nichts ungewöhnliches. In Deutschland werden fast 50% aller Lebensversicherungsverträge vorzeitig rückgekauft (gekündigt). Dies geschieht häufig aus Unzufriedenheit mit der Wertentwicklung. Alle Versicherer haben in den letzten Jahren die Verzinsung des gesparten Kapitals nahezu halbiert. Sie liegt zurzeit bei durchschnittlich 4%. Wird dabei noch die durchschnittliche Kostenquote von 15% berücksichtigt, sinkt die Verzinsung, auf den Beitrag bezogen, nach heutigem Stand auf unter 3%. Für eine langfristige Kapitalanlage ist das sehr wenig.

Der Verkauf einer Police kann lukrativer sein als die Kündigung der Versicherung. Diesen Schritt sollte man jedoch nur nach reichlicher Überlegung gehen. Doch Vorsicht! Der Rückkauf einer Lebensversicherung will wohl überlegt sein. Im Vorfeld sollte sich der Anleger gut beraten lassen. Hinweise zum Versicherungs-Rückkauf sind rar gesät.Drei Fragen stehen im Mittelpunkt:

  • Wie hoch ist der Verlust bei vorzeitigem Rückkauf?
  • Welche Wertentwicklung muss eine Alternativanlage haben, damit sich der Rückkauf lohnt?
  • Passt diese Alternativanlage zum Risikoprofil?

Um Frage eins zu beantworten, müssen voraussichtliche Ablaufleistung und Rückkaufswert bekannt sein.
Jeder Neuvertrag wird zu Beginn mit den Abschlusskosten belastet. Diese betragen ungefähr 40‰ der Versicherungssumme. Bei einem monatlichen Beitrag von 200,00 € und einer Laufzeit von 30 Jahren sind dies 2880,00 €. Mit diesem Betrag wird der Vertrag bei Abschluss belastet. Hinzu kommen noch Kosten für Risiken und laufende Verwaltung, die von jedem laufenden Beitrag abgezogen werden.

Der bei Kündigung des Vertrages maßgebliche Rückkaufwert ist deshalb über einen langen Zeitraum niedriger als die Summe der eingezahlten Beiträge. Bei vorzeitigem Rückkauf wird zusätzlich noch ein Stornoabzug einbehalten. Innerhalb der ersten zwölf Jahre wird außerdem noch Kapitalertragssteuer fällig. Der Versicherer hält diesen Betrag ein und leitet ihn an das Finanzamt weiter.

Dies bedeutet: Die Summe der eingezahlten Beiträge ist sehr oft geringer als der am Ende ausgezahlte Rückkaufswert. Das ist also ein Verlustgeschäft.

Punkt zwei und drei werden beantwortet durch folgende Fragestellungen:

  • Mit einer alternativen Kapitalanlage muss der Anleger bei gleichem Beitrag, gleichem Vertragsende aber einer verkürzten Laufzeit ein höheres Endkapital erreichen. Welche Wertentwicklung ist notwendig?
  • Eine höhere Wertentwicklung ist nur mit einem höheren Risiko zu erreichen. Passt dies zum Risikoprofil des Anlegers?

Wird Frage zwei bejaht, kann ein Rückkauf sinnvoll sein. Eine sinnvolle Alternative ist nach Möglichkeit der Verkauf des Versicherungs-Vertrages, weil meistens ein höherer Rückkaufswert gezahlt wird.

Rückkauf, Verkauf, oder das Beleihen der Versicherung, die Suche nach einer soliden Alternativanlage und die gesamte Abwicklung erfordern eine kompetente und unabhängige Beratung. So kann daraus ein lohnendes Geschäft entstehen.

Was sind seriöse Anbieter und wie finde ich diese?

Sind die Voraussetzungen für einen Verkauf von Lebensversicherungen gegeben, gilt es einen seriösen Partner zu finden, der die Police zu einem akzeptablem Rückkaufswert abnimmt. Gerade an diesem Punkt sollte man besonders sorgfältig recherchieren und vergleichen. Gute Quellen hierfür sind Stiftung Warentest oder Finanztest. Das allerwichtigste Kriterium dabei ist die Transparenz. Der Versicherungsnehmer muss für ihn nachvollziehbar aufgeklärt werden was die Abwicklung des Verkaufs und die das Verfahren zur berechnung des Rückkaufswert der Versicherung betrifft.

Der Verkauf von Lebensversicherungen im Detail.

Bei dem Vorhandensein einer Versicherung gibt es ordentliche und fristgemäße Kündigungen, Stornierungen und Beendigungen der Laufzeit. Ein bestehendes Versicherungsverhältnis endet meist mit einem Ablauftermin, der bei Vertragsschluss vereinbart wurde. Die Kündigung beispielsweise einer Lebensversicherung ist durch den Versicherungsnehmer, aber auch durch die Versicherung an sich möglich. Mit solch einer Kündigung muss allerdings mit Verlusten gerechnet werden und die vereinbarten Klauseln müssen hierbei beachtet werden. Wenn eine Lebensversicherung demnach eine gewisse Zeit bestand, hat der Versicherungsnehmer das Recht, diese zu verkaufen. Dieser Verkauf kann in der Regel nach zwei oder drei Jahren erfolgen. Die Versicherung ist zu dem Zeitpunkt des Rückkaufes mit einem bestimmten Rückkaufswert bemessen. Eine Versicherung vorzeitig (vor dem vertraglich festgehaltenen Fälligkeitsdatum) auf- bzw. abzulösen ist meist mit hohen Kosten verbunden. Ein vorzeitiger Verkauf der Versicherung ist demnach mit Verlusten verbunden.

Bis vor einigen Jahren gab es lediglich die Möglichkeit, die Versicherung an die jeweilige Versicherungsgesellschaft zurückzugeben und den Rückkaufswert entgegenzunehmen. Die Versicherung wurde als somit storniert. Mit der Zeit sind jedoch neue gesetzliche Regelungen aufgekommen und der Verkauf einer Versicherung an andere Versicherer und andere Personen ist möglich. Dadurch ist das Erzielen eines höheren Preises möglich, als der, der bei einer Kündigung angeboten wird. Grund für den höheren Preis ist die Weiterführung der Versicherung, die in diesem Falle nicht storniert und nicht aufgelöst wird. Anfallende Stornogebühren fallen also weg und das Versicherungsunternehmen kann weiterhin die Gewinnanteile der Versicherungspolice realisieren. Tipps zum Versicherungsverkauf finden sich auf unseren Seiten.

Bei einer eventuellen Kündigung innerhalb der Bindungsfrist und dem Verkauf der Versicherung sind in der Regel auch keine Steuern fällig, da die Steuerpflicht auf den Käufer bzw. auf das kaufende Unternehmen übergeht und übertragen wird. Der Verkäufer bzw. der Versicherungsnehmer, der seine Police verkaufen möchte erhält somit den vollen Verkaufserlös.

Da sich viele Versicherungsnehmer nicht ganz sicher sind, ob das jeweilige Versicherungsunternehmen dem Verkauf zustimmt, behalten sie lieber diese und ziehen den Verkauf nicht in Erwägung – durch Unwissenheit bleibt die Versicherung bestehen. Eine Versicherungsgesellschaft jedoch hat gesetzlich keinen Anspruch auf den Widerspruch bei Verkaufsinteresse und darf diesem nicht im Wege stehen. Es ist ganz alleine dem Versicherungsnehmer überlassen, an wen und wann die Versicherung verkauft werden soll.

Es besteht zwar die Möglichkeit, dass sich das Versicherungsunternehmen im formellen Sinne gegen den neuen Versicherungsnehmer weigert, jedoch muss es einer Abtretung der Lebensversicherung an den Verkäufer auf jeden Fall zustimmen.

Beleihen der Lebensversicherung als Alternative zum Verkauf

Die Alternative zum Verkauf könnte unter bestimmten Umständen noch Möglichkeit das Beleihen seiner Lebensversicherung sein. Die Versicherung beleihen bringt den Vorteil, dass die Police bis zum Ende der Vertragslaufzeit weiter läuft und die damit verbundene Altersvorsorge aufrechterhalten bleibt. Damit kann sich der Versicherte kurzfristig Liquidität zu meist günstigeren Zinsen als am Markt verschaffen. Die maximale Beleihungsgrenze entspricht dem aktuellen Rückkaufwert der Versicherung und der Versicherte bestimmt selber, wann er wie lange zurückzahlt, er kann sich auch entscheiden, das Darlehen erst bei der Auszahlung mit der Auszahlungssumme verrechnen zu lassen, er kann aber auch nur monatlich Zinsen tilgen oder den Betrag zwischendrin in einer Summe zurückzahlen.